Eugen Ruch – malen aus Leidenschaft.
Eugen Ruch dachte schon als Knabe daran, Maler zu werden. Angeregt durch den Zeichenunterricht an der Schnitzlerschule Brienz und den Kunstmaler Arnold Huber. Während der Lehrzeit als Um- und Offsetdrucker nahm er gelegentlich den Pinsel zur Hand, um seiner Leidenschaft zu frönen.
Nach der Lehre folgte ein Semester an der École-des-Beaux-Arts in Genf. Aus wirtschaftlicher Not war er nach kurzer Zeit gezwungen, wieder auf dem erlernten und wenig geliebten Beruf zu arbeiten.
In Basel begegnete Eugen Ruch dabei Malern wie August Samuel Aegerter, Theodor Barth, Alfred Heinrich Pellegrini und anderen, für die er auch Lithografien druckte. Diese Kontakte bestärkten ihn im Willen, sich autodidaktisch weiter zu bilden.

Beeinflusst wurde er in dieser Zeit von Johann Peter Flück, Arnold Brügger, Heinrich Danioth und Cézanne, später von Matisse, Maurice de Vlamink und Erich Heckel, sowie besonders stark von Ernst Ludwig Kirchner. Wobei der Einfluss nie über Nachahmung geschah, sondern in einer anregenden und kritischen Auseinandersetzung.
Mit zunehmenden Alter verlagerte sich sein Fokus naturgemäss weg von den hohen Gipfeln zum Näherliegenden: Voralpen, Findlinge, Flusslandschaften, Flechten. Wobei diese Wirklichkeit bei Eugen Ruch fast abstrakte Formen annehmen konnte.


















